SKS-Thema · 41 Fragen

GPS, Radar & AIS

GPS, Radar und AIS: was die Geräte leisten, wo ihre Grenzen liegen und worauf es bei der Bedienung ankommt.

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  1. Navigation · Frage 2Warum muss in der GPS-Navigation das jeweilige Kartendatum unbedingt berücksichtigt werden?

    Weil sich das von GPS verwendete Bezugssystem WGS 84 (World Geodetic System 1984) von anderen verwendeten Bezugssystemen (Kartendatum) unterscheiden kann.

    Merksatz: GPS-Bezugssystem WGS 84 (World Geodetic System 1984) kann sich von anderen Bezugssystemen (Kartendatum) unterscheiden.

  2. Navigation · Frage 5Wie lautet ggf. der Korrekturhinweis bezüglich GPS in der Seekarte, wenn das benutzte Kartendatum (z. B. ED 50) und WGS 84 nicht übereinstimmen?

    Durch Satellitennavigation (z. B. GPS) erhaltene Positionen im WGS 84 sind 0, ... Minuten nordwärts/südwärts und 0, ... Minuten westwärts/ostwärts zu verlegen, um mit dieser Karte übereinzustimmen.

    Merksatz: Satellitennavigation (z. B. GPS): Positionen im WGS 84 um 0,… Min. nordwärts/südwärts und 0,… Min. westwärts/ostwärts verlegen, um mit dieser Karte übereinzustimmen.

  3. Navigation · Frage 45Welche Fahrt zeigen GPS-Geräte an?

    Die Fahrt über Grund (FüG).

    Merksatz: GPS zeigt Fahrt über Grund (FüG).

  4. Navigation · Frage 46Welchen Kurs zeigen GPS-Geräte an?

    Den Kurs über Grund (KüG).

    Merksatz: GPS zeigt Kurs über Grund (KüG).

  5. Navigation · Frage 54Welche Möglichkeiten der terrestrischen Ortsbestimmung muss man kennen?

    1. Kreuzpeilung,
    2. Peilung und Abstand (Feuer in der Kimm, Radarabstand),
    3. Peilung und Lotung.

    Merksatz: Kreuzpeilung · Peilung + Abstand (Feuer in der Kimm, Radarabstand) · Peilung + Lotung

  6. Navigation · Frage 55Nennen Sie zwei Möglichkeiten der Ortsbestimmung, wenn Sie nur ein Objekt mit bekannten Merkmalen (z. B. Leuchtturm) in Sicht haben.

    1. Peilung und Abstand (Feuer in der Kimm, Radarabstand),
    2. Peilung und Lotung.

    Merksatz: Peilung + Abstand (Feuer in der Kimm, Radarabstand) · Peilung + Lotung

  7. Navigation · Frage 89Nennen Sie drei wichtige Vorzüge von GPS.

    1. GPS arbeitet weltweit.
    2. Die Positionsanzeige ist jederzeit verfügbar.
    3. Der Positionsfehler ist gering.

    Merksatz: GPS: weltweit · Positionsanzeige jederzeit verfügbar · Positionsfehler gering

  8. Navigation · Frage 90Wie groß ist die typische und realistische Genauigkeit von Positionen, die mit GPS und DGPS ermittelt werden?

    1. GPS: 10 - 20 m bei einer Wahrscheinlichkeit von etwa 95 %.
    2. DGPS: 1 - 10 m bei einer Wahrscheinlichkeit von etwa 95 %.

    Merksatz: GPS: 10–20 m · DGPS: 1–10 m · jeweils bei etwa 95 % Wahrscheinlichkeit

  9. Navigation · Frage 91Wo muss man mit ungenauen Anzeigen des GPS rechnen?

    1. Bei Abschattung der GPS-Antenne.
    2. In der Nähe von Flughäfen und in der Nähe von Fernsehsendern.
    3. In der Nähe von Marineeinrichtungen.
    4. Bei Nutzung von UKW-Geräten und anderen elektronischen/elektrischen Geräten an Bord.

    Merksatz: Abschattung der GPS-Antenne · Nähe Flughäfen, Fernsehsender · Nähe Marineeinrichtungen · Nutzung UKW- und anderer elektronischer/elektrischer Geräte an Bord

  10. Navigation · Frage 92Was bedeutet die Abkürzung GPS?

    Global Positioning System.

    Merksatz: GPS = Global Positioning System

  11. Navigation · Frage 93Was ist das Grundprinzip von GPS?

    Durch Laufzeitmessungen von GPS-Signalen vom Satelliten zum Empfänger und damit durch Abstandsmessungen zu den Satelliten wird die Ortsbestimmung ermöglicht.

    Merksatz: Laufzeitmessung der GPS-Signale vom Satelliten zum Empfänger → Abstandsmessung zu den Satelliten → Ortsbestimmung

  12. Navigation · Frage 94Was bedeutet die Abkürzung DGPS und nach welchem Prinzip arbeitet DGPS?

    DGPS = Differential Global Positioning System. Hierbei handelt es sich um eine regionale Verbesserung der Ortsbestimmung. Dabei werden von Referenzstationen über Funk Korrekturwerte für die GPS-Messwerte an die Schiffe übertragen.

    Merksatz: DGPS = Differential Global Positioning System · regionale Verbesserung der Ortsbestimmung · Referenzstationen übertragen über Funk Korrekturwerte für GPS-Messwerte an Schiffe

  13. Navigation · Frage 95Was ist bei Anbringung einer GPS-Antenne zu beachten?

    1. Sie muss ringsum freie Sicht (ohne Abschattungen) haben.
    2. Einwandfreie Erdung.

    Merksatz: Ringsum freie Sicht (ohne Abschattungen) · einwandfreie Erdung

  14. Navigation · Frage 96Was bewirkt die Bedienung der MOB-Taste bei GPS-Geräten?

    1. Die Position zur Zeit des Tastendrucks wird gespeichert.
    2. Rechtweisende Peilung (rwP) und Distanz zu diesem Punkt werden angezeigt.

    Merksatz: Position zur Zeit des Tastendrucks wird gespeichert · rechtweisende Peilung (rwP) und Distanz zu diesem Punkt werden angezeigt

  15. Navigation · Frage 98Wie kann man feststellen, ob die GPS-Position genau bzw. zuverlässig ist?

    1. Durch den vom Empfänger angezeigten HDOP (horizontal dilution of precision = Satellitenverteilung).
    2. Durch die vom Empfänger angezeigte Anzahl der getrackten Satelliten.
    3. Durch Vergleich mit anderen Navigationssystemen und der Koppelposition.

    Merksatz: Empfängeranzeige HDOP (Satellitenverteilung) · Anzahl getrackter Satelliten · Vergleich mit anderen Navigationssystemen und Koppelposition

  16. Navigation · Frage 99Was ist bei Eintragung eines GPS-Ortes in eine Seekarte zu beachten?

    1. Das Bezugssystem muss übereinstimmen. Dieses kann geschehen durch:
    2. Auswahl und Einstellung des Kartenbezugssystems im Empfänger.
    3. Manuelle Verschiebung des GPS-Ortes um die in der Seekarte angegebenen N/S- und E/W-Korrektur.
    4. Verwendung von Seekarten, die auf dem System WGS 84 beruhen.

    Merksatz: Bezugssystem muss übereinstimmen durch: Kartenbezugssystem im Empfänger auswählen und einstellen · GPS-Ort manuell um in Seekarte angegebene N/S- und E/W-Korrektur verschieben · Seekarten auf System WGS 84 verwenden

  17. Navigation · Frage 101Was bedeutet WGS 84 und was wird damit erreicht?

    1. Globales Bezugssystem "World Geodetic System 1984".
    2. Mit diesem System (= Referenzellipsoid bei GPS) wird weltweit eine optimale Anpassung an die reale Form des gesamten Erdkörpers erreicht.

    Merksatz: WGS 84 = globales Bezugssystem "World Geodetic System 1984" · Referenzellipsoid bei GPS: weltweit optimale Anpassung an reale Form des gesamten Erdkörpers

  18. Navigation · Frage 102Wodurch können Radarechos von kleinen Fahrzeugen und Tonnen auf den Sichtschirmen von Radargeräten "verschwinden"?

    1. Durch Seegang und/oder Niederschlag,
    2. durch falsche Bedienung,
    3. durch zu große Entfernung,
    4. durch Gieren des eigenen Fahrzeugs bei relativ vorausorientierter Radarstellung (head up).

    Merksatz: Seegang/Niederschlag · falsche Bedienung · zu große Entfernung · Gieren des eigenen Fahrzeugs bei relativ vorausorientierter Radarstellung (head up)

  19. Navigation · Frage 103Wie kann man mit Radar den eigenen Schiffsort bestimmen?

    1. Peilung des Objektes gibt einen Peilstrahl als Standlinie.
    2. Abstandsmessung mit dem VRM (Variable Range Marker) gibt einen Abstandskreis als Standlinie.

    Merksatz: Peilung des Objektes → Peilstrahl als Standlinie · Abstandsmessung mit VRM (Variable Range Marker) → Abstandskreis als Standlinie

  20. Navigation · Frage 105Was bedeutet der Begriff AIS auf See?

    AIS bezeichnet das automatische Identifizierungssystem (Automatic Identification System).

    Merksatz: AIS = Automatic Identification System · automatisches Identifizierungssystem

  21. Navigation · Frage 106Welche Aufgaben hat AIS?

    Alle ausgerüsteten Schiffe senden automatisch (also ohne Aufforderung und menschliches Eingreifen) in regelmäßigen kurzen Abständen ihre Identität und einen schiffsbezogenen Datensatz. Außerdem können bei Bedarf sicherheitsrelevante Nachrichten ("safety related messages") von Bord oder von Landstationen gesendet werden.

    Merksatz: Ausgerüstete Schiffe senden automatisch (ohne Aufforderung, ohne menschliches Eingreifen) in regelmäßigen kurzen Abständen Identität + schiffsbezogenen Datensatz · bei Bedarf sicherheitsrelevante Nachrichten von Bord oder Landstationen

  22. Navigation · Frage 107Welche Reichweite hat ein AIS-Bordgerät und wovon ist sie abhängig?

    Die Reichweite und Ausbreitungsbedingungen entsprechen denen von UKW. Bei Handelsschiffen kann man von 20 bis 30 sm ausgehen. Die Reichweite ist abhängig von der Antennenhöhe.

    Merksatz: Reichweite und Ausbreitungsbedingungen wie UKW · Handelsschiffe 20–30 sm · abhängig von Antennenhöhe

  23. Navigation · Frage 108Wie kann die Reichweite eines AIS-Bordgerätes landseitig erhöht werden und wie wirken sich dabei Hindernisse (z. B. Berge) aus?

    Unter bestimmten Umständen kann die Reichweite heraufgesetzt werden (z. B. mit Hilfe von "Relaisstationen"), wobei ggf. auch abschattende Hindernisse umgangen werden können.

    Merksatz: Reichweite unter bestimmten Umständen heraufsetzbar (z. B. Relaisstationen) · dabei ggf. abschattende Hindernisse umgehbar

  24. Navigation · Frage 109Welche AIS-Daten werden von Schiffen aus der Berufsschifffahrt gesendet?

    1. Statische Daten: ID, Rufzeichen, Länge und Breite des Schiffes u. a.
    2. Dynamische Daten (i. W. Sensordaten): UTC, Position, Heading, Kurs und Fahrt über Grund, ggf. Rate-of-turn, Fahrtstatus (z. B. Maschinenfahrzeug mit Fahrt durchs Wasser, Ankerlieger, manövrierbehindertes Fahrzeug).
    3. Reisebezogene Daten: Tiefgang, Zielort (Destinaton), ETA u. a.

    Merksatz: Statisch: ID, Rufzeichen, Länge, Breite u. a. · Dynamisch (Sensordaten): UTC, Position, Heading, Kurs und Fahrt über Grund, ggf. Rate-of-turn, Fahrtstatus (z. B. Maschinenfahrzeug mit Fahrt durchs Wasser, Ankerlieger, manövrierbehindert) · Reisebezogen: Tiefgang, Zielort, ETA u. a.

  25. Navigation · Frage 110Wann kann man sich auf die Verfügbarkeit und Anzeige vn AIS-Signalen anderer Fahrzeuge verlassen? Nennen Sie die wesentlichen Voraussetzungen!

    1. Andere Fahrzeuge werden nur angezeigt, wenn das Fahrzeug auch sendet, d. h., wenn
    2. das Fahrzeug mit AIS ausgerüstet ist,
    3. das sendende Fahrzeug AIS nicht abgeschaltet hat (darf der Kapitän allerdings nur bei bestimmten zwingenden Gründen),
    4. GPS aktiv ist und
    5. aus Kapazitätsgründen (z. B. durch zu viele Schiffe in einem Seegebiet = "target overflow") keine Fahrzeuge ausgeschlossen werden.

    Merksatz: Anzeige nur, wenn Fahrzeug sendet: mit AIS ausgerüstet · AIS nicht abgeschaltet (Kapitän darf nur aus zwingenden Gründen) · GPS aktiv · kein Ausschluss aus Kapazitätsgründen (zu viele Schiffe im Seegebiet = "target overflow")

  26. Navigation · Frage 111Wie ist die Genauigkeit von AIS-Daten zu beurteilen (Position und manuell eingegebene Daten)?

    1. Position: Mit AIS wird zusätzlich zur GPS-Position eines Schiffes die Information übertragen, ob es sich um einen GPS- oder DGPS-Ort handelt. Ist die GPS-Position eines Schiffes falsch, wird diese falsche Position auf allen anderen Schiffen angezeigt.
    2. Manuell eingegebene Daten: Es muss damit gerechnet werden, dass Zielort, Tiefgang, Fahrtstatus u. a. falsch sind, wenn sie - z. B. aus Nachlässigkeit - nicht von der Schiffsführung aufdatiert werden.

    Merksatz: Position: GPS-Position + Info GPS- oder DGPS-Ort übertragen; falsche GPS-Position wird auf allen anderen Schiffen falsch angezeigt · Manuell eingegebene Daten: Zielort, Tiefgang, Fahrtstatus u. a. können falsch sein, wenn von Schiffsführung (z. B. aus Nachlässigkeit) nicht aufdatiert

  27. Navigation · Frage 112Welche besondere Bedeutung hat AIS für die Sportschifffahrt im Vergleich mit der Radaranzeige auf anderen Schiffen?

    Sportfahrzeuge werden häufig auf den Radargeräten anderer Schiffe nicht sicher angezeigt bzw. die Anzeigen gehen im Seegangsclutter oder in der Informationsfülle unter. Da jetzt auf vielen Schiffen die AIS-Daten zusätzlich im Radar dargestellt werden, besteht die Gefahr, dass Sportfahrzeuge noch weniger auffällig sind, wenn sie nicht selbst mit AIS ausgerüstet sind.

    Merksatz: Sportfahrzeuge auf Radar anderer Schiffe oft nicht sicher angezeigt · gehen im Seegangsclutter oder Informationsfülle unter · da AIS-Daten zusätzlich im Radar dargestellt: ohne eigenes AIS noch weniger auffällig

  28. Navigation · Frage 114Was gehört zur navigatorischen Mindestausrüstung einer Yacht in Küstengewässern? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.

    1. Steuerkompass,
    2. Peileinrichtung,
    3. terrestrisches oder satellitengestütztes Funknavigationsgerät,
    4. Log,
    5. Lot,
    6. Fernglas,
    7. Barometer,
    8. Weltempfänger für Rundfunk,
    9. Seebücher und auf den neuesten Stand berichtigte Seekarten für das zu befahrende Seegebiet,
    10. Logbuch,
    11. Uhr/Zeitmesser.

    Merksatz: Steuerkompass · Peileinrichtung · terrestrisches oder satellitengestütztes Funknavigationsgerät · Log · Lot · Fernglas · Barometer · Weltempfänger für Rundfunk · Seebücher + auf neuesten Stand berichtigte Seekarten fürs Seegebiet · Logbuch · Uhr/Zeitmesser

  29. Schifffahrtsrecht · Frage 28Wie müssen Maschinenfahrzeuge ohne Radar bei verminderter Sicht ihre Fahrweise einrichten?

    Maschinenfahrzeuge müssen mit sicherer Geschwindigkeit fahren, die den gegebenen Umständen und Bedingungen der verminderten Sicht angepasst ist.

    Merksatz: Sichere Geschwindigkeit, angepasst an Umstände und Bedingungen der verminderten Sicht.

  30. Schifffahrtsrecht · Frage 29Wie müssen sich Segelfahrzeuge ohne Radar bei verminderter Sicht verhalten? Was gehört dabei zu den Regeln guter Seemannschaft?

    1. Segelfahrzeuge müssen mit sicherer Geschwindigkeit fahren, die den gegebenen Umständen und Bedingungen der verminderten Sicht angepasst ist.
    2. Bei Segelfahrzeugen, die eine Maschine an Bord haben, gehört das Bereithalten der Maschine zu den Regeln guter Seemannschaft.

    Merksatz: Sichere Geschwindigkeit, angepasst an Umstände und Bedingungen der verminderten Sicht · gute Seemannschaft: Maschine (falls an Bord) bereithalten.

  31. Schifffahrtsrecht · Frage 30Wie müssen sich Fahrzeuge ohne Radar bei verminderter Sicht verhalten, wenn sie voraus das Schallsignal eines anderen Fahrzeuges hören?

    Jedes Fahrzeug, das anscheinend vorlicher als querab das Schallsignal eines anderen Fahrzeuges hört, muss seine Fahrt auf das für die Erhaltung der Steuerfähigkeit geringstmögliche Maß verringern. Erforderlichenfalls muss es jegliche Fahrt wegnehmen und in jedem Fall mit äußerster Vorsicht manövrieren, bis die Gefahr eines Zusammenstoßes vorüber ist.

    Merksatz: Signal anscheinend vorlicher als querab gehört: Fahrt auf geringstmögliches Maß zur Erhaltung der Steuerfähigkeit verringern · erforderlichenfalls jegliche Fahrt wegnehmen · in jedem Fall mit äußerster Vorsicht manövrieren, bis Gefahr eines Zusammenstoßes vorüber.

  32. Seemannschaft I · Frage 110Welche Sofortmaßnahmen sind einzuleiten, wenn jemand über Bord gefallen ist?

    1. Ruf "Mensch über Bord!"
    2. Rettungsmittel zuwerfen,
    3. Ausguck halten, Mensch im Auge behalten,
    4. Maschine starten,
    5. "Mensch-über-Bord-Manöver" einleiten,
    6. Notmeldung abgeben,
    7. ggf. Markierungsblitzboje werfen,
    8. ggf. MOB-Taste eines satellitengestützten Navigationsgerätes drücken,
    9. Bergung durchführen.

    Merksatz: Ruf „Mensch über Bord!“ · Rettungsmittel zuwerfen · Ausguck halten, Mensch im Auge behalten · Maschine starten · MOB-Manöver einleiten · Notmeldung abgeben · ggf. Markierungsblitzboje werfen · ggf. MOB-Taste (satellitengestütztes Navigationsgerät) drücken · Bergung durchführen

  33. Seemannschaft I · Frage 113Mit welchen Hilfsmitteln können Sie den Bezugspunkt (internationaler Begriff: Datum) für die Suche nach einem Überbordgefallenen sichern?

    1. Markierungsblitzboje,
    2. MOB-Taste eines satellitengestützten Navigationsgerätes (z. B. GPS).

    Merksatz: Datum sichern: Markierungsblitzboje · MOB-Taste am satellitengestützten Navigationsgerät (z. B. GPS)

  34. Seemannschaft I · Frage 114Was gehört u. a. zur Sicherheitsausrüstung z. B. einer 10-m-Yacht? Nennen Sie mindestens 6 Ausrüstungsgegenstände.

    1. Lenzpumpen und Pützen,
    2. Lecksicherungsmaterial,
    3. Feuerlöscher,
    4. Werkzeuge und Ersatzteile,
    5. Seenotsignalmittel,
    6. Handlampen,
    7. Funkeinrichtung,
    8. Anker,
    9. Erste-Hilfe-Ausrüstung,
    10. Radarreflektor und
    11. Rettungsmittel.

    Merksatz: Lenzpumpen + Pützen · Lecksicherungsmaterial · Feuerlöscher · Werkzeuge + Ersatzteile · Seenotsignalmittel · Handlampen · Funkeinrichtung · Anker · Erste-Hilfe-Ausrüstung · Radarreflektor · Rettungsmittel

  35. Seemannschaft I · Frage 126In welche technischen Einrichtungen/Ausrüstungen muss der Schiffsführer die Besatzung vor Reiseantritt unbedingt einweisen? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.

    1. Ankergeschirr,
    2. Lenzeinrichtung,
    3. Feuerlöscheinrichtungen,
    4. Motoranlage,
    5. Seeventile,
    6. UKW-Seefunkanlage,
    7. MOB-Taste von satellitengestützten Navigationsgerät (z. B. GPS),
    8. Seenotsignalmittel,
    9. Notrudereinrichtung.

    Merksatz: Ankergeschirr · Lenzeinrichtung · Feuerlöscheinrichtungen · Motoranlage · Seeventile · UKW-Seefunkanlage · MOB-Taste am satellitengestützten Navigationsgerät (z. B. GPS) · Seenotsignalmittel · Notrudereinrichtung

  36. Seemannschaft I · Frage 132Was tun Sie, wenn Ihr Schiff leckgeschlagen ist und das Wasser im Schiff trotz aller Maßnahmen weiter steigt?

    1. Notzeichen geben, Funkmeldung abgeben, ggf. Radartransponder einschalten.
    2. Verlassen des Bootes vorbereiten, Rettungswesten anlegen, Rettungsfloß klarmachen.
    3. Wenn möglich, ruhiges Flachwasser anlaufen und Schiff auf Grund setzen.

    Merksatz: Notzeichen geben, Funkmeldung, ggf. Radartransponder ein · Verlassen des Bootes vorbereiten: Rettungswesten an, Rettungsfloß klarmachen · wenn möglich ruhiges Flachwasser anlaufen, Schiff auf Grund setzen

  37. Seemannschaft I · Frage 134Welche grundsätzliche Verhaltensweise sollte beachtet und welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, wenn Ihr Schiff in Seenot kommt?

    1. Ruhe bewahren und überlegt handeln.
    2. Notalarm abgeben, ggf. Radartransponder einschalten.
    3. Rettungsfloß klarmachen.
    4. Rettungsweste und Sicherheitsgurt anlegen.
    5. So lange wie möglich an Bord bleiben.
    6. Wärmende Kleidung anziehen.

    Merksatz: Ruhe bewahren, überlegt handeln · Notalarm abgeben, ggf. Radartransponder einschalten · Rettungsfloß klarmachen · Rettungsweste + Sicherheitsgurt anlegen · so lange wie möglich an Bord bleiben · wärmende Kleidung anziehen

  38. Seemannschaft I · Frage 135Welche Maßnahmen treffen Sie, bevor Sie von Ihrem Fahrzeug in ein Rettungsfloß übersteigen?

    1. Rettungsweste und Sicherheitsgurt anlegen.
    2. Wärmende Kleidung anziehen.
    3. Nach Möglichkeit vorher reichlich warme Flüssigkeit trinken.
    4. Soweit noch nicht geschehen, Proviant, Wasser, Seenotsignalmittel und ggf. Seenotfunkbake, Radartransponder und UKW-Handsprechfunkgeräte in das Rettungsfloß bringen.

    Merksatz: Rettungsweste + Sicherheitsgurt anlegen · wärmende Kleidung anziehen · nach Möglichkeit reichlich warme Flüssigkeit trinken · soweit nicht geschehen ins Rettungsfloß: Proviant, Wasser, Seenotsignalmittel, ggf. Seenotfunkbake, Radartransponder, UKW-Handsprechfunkgeräte

  39. Seemannschaft I · Frage 150Wie erkennen Sie, ob der Anker hält?

    1. Vibration von Kette oder Trosse prüfen,
    2. Einrucken des Ankers prüfen,
    3. durch wiederholte Peilungen und ggf. Schätzungen des Abstands zu anderen Schiffen oder zu Landmarken,
    4. falls GPS vorhanden ist, die Ankeralarmfunktion einschalten.

    Merksatz: Vibration von Kette/Trosse prüfen · Einrucken des Ankers prüfen · wiederholte Peilungen, ggf. Abstand zu anderen Schiffen/Landmarken schätzen · falls GPS: Ankeralarmfunktion einschalten

  40. Seemannschaft I · Frage 157Was müssen Sie bedenken, wenn ein großes Schiff auf Ihr Sportboot zukommt?

    1. Andere Manövrierfähigkeit (größere Drehkreise, längere Stoppstrecken),
    2. u. U. eingeschränkte Sicht des anderen Fahrzeugs, insbesondere nach voraus,
    3. Möglichkeit des Übersehenwerdens, weil man sich im Radarschatten befindet,
    4. Beeinträchtigung durch Bugwellen des großen Schiffes,
    5. mögliche Beeinträchtigung der Manövrierfähigkeit des eigenen Bootes durch Windabdeckung.

    Merksatz: Andere Manövrierfähigkeit (größere Drehkreise, längere Stoppstrecken) · eingeschränkte Sicht nach voraus · Übersehenwerden im Radarschatten · Bugwellen · Windabdeckung beeinträchtigt eigene Manövrierfähigkeit

  41. Seemannschaft I · Frage 163Wie können Sie die Wahrscheinlichkeit erhöhen, im Radar von anderen Fahrzeugen gesehen zu werden?

    Durch einen möglichst hoch und fest angebrachten passiven Radarreflektor bzw. besser noch durch einen "aktiven" Radarreflektor.

    Merksatz: Passiven Radarreflektor möglichst hoch und fest anbringen · besser noch "aktiven" Radarreflektor

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