SKS-Thema · 21 Fragen
Manöver & Mensch über Bord
Manöver unter Segel und Maschine – vom Anlegen bis Mensch über Bord.
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Seemannschaft I · Frage 25Was sollte auf jeder Yacht außer Festmacherleinen, Fallen und Schoten an Tauwerk vorhanden sein?
Reservetauwerk, Wurfleine, Schlepptrosse und Ankerleine.
Merksatz: Reservetauwerk · Wurfleine · Schlepptrosse · Ankerleine
Seemannschaft I · Frage 74Wie muss Tauwerk beschaffen sein, das für Festmacherleinen, Anker- und Schlepptrossen verwendet wird?
Es muss bruchfest und elastisch sein.
Merksatz: Bruchfest und elastisch.
Seemannschaft I · Frage 91Sie sind mit Ihrer Segelyacht auf See. Was veranlassen Sie bei einem Gewitteraufzug?
- Vorsegel rechtzeitig verkleinern,
- Großsegel klar zum Reffen oder Bergen,
- Schlechtwetterkleidung, Sicherheitsgurte und Rettungswesten anlegen,
- Position in Karte eintragen.
Merksatz: Vorsegel rechtzeitig verkleinern · Großsegel klar zum Reffen oder Bergen · Schlechtwetterkleidung, Sicherheitsgurte, Rettungswesten anlegen · Position in Karte eintragen
Seemannschaft I · Frage 92Sie übernehmen in einem Hafen eine Ihnen unbekannte Yacht. Wie machen Sie sich zu Reisebeginn mit den Segeleigenschaften vertraut?
Ich fahre diverse Manöver - Wende, Halse, Q-Wende, verschiedene Rettungsmanöver - mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Besegelung.
Merksatz: Diverse Manöver fahren: Wende · Halse · Q-Wende · verschiedene Rettungsmanöver – mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Besegelung
Seemannschaft I · Frage 96Welche Vorbereitung haben Sie für ein Anlegemanöver zu treffen?
- Crew für Manöver einteilen.
- Leinen und Fender bereitlegen.
Merksatz: Crew für Manöver einteilen · Leinen und Fender bereitlegen
Seemannschaft I · Frage 97Welchen Nachteil hat ein "Saildrive-Antrieb" insbesondere bei Hafenmanövern?
Durch den großen Abstand zwischen Propeller und Ruder wird dieses nicht direkt angeströmt. Das kann die Manövrierfähigkeit beim Anfahren etwas verschlechtern.
Merksatz: Großer Abstand Propeller–Ruder → Ruder nicht direkt angeströmt → Manövrierfähigkeit beim Anfahren etwas verschlechtert
Seemannschaft I · Frage 99Bei welchen Manövern können Sie ein Bugstrahlruder sinnvoll einsetzen?
- Beim An- und Ablegen.
- Beim Drehen auf engem Raum.
Merksatz: Bugstrahlruder: An- und Ablegen · Drehen auf engem Raum
Seemannschaft I · Frage 100Sie liegen längsseits mit der Steuerbordseite an einer Pier. Beschreiben Sie ein Ablegemanöver unter gleichzeitigem Einsatz von Bugstrahlruder und Maschine.
- Hebel für Bugstrahlruder nach Backbord legen, sodass der Bug von der Pier weggedrückt wird (nach Backbord schwenkt) und gleichzeitig
- Ruderlage deutlich nach Steuerbord und langsame Fahrt voraus, sodass das Heck nach Backbord ausschwenkt. So wird das Schiff fast parallel von der Pier abgedrückt.
Merksatz: Bugstrahlruder-Hebel nach Backbord → Bug von Pier weg (nach Bb) · gleichzeitig Ruder deutlich Steuerbord + langsame Fahrt voraus → Heck nach Bb · Schiff fast parallel von Pier abgedrückt
Seemannschaft I · Frage 101Wie können Sie im freien Seeraum auf einer Segelyacht einen Sturm abwettern?
- Durch Beiliegen; Lenzen vor Topp und Takel, dabei Leinen achteraus schleppen; Liegen vor Treibanker oder
- unter Sturmbesegelung aktiv segelnd und nach Möglichkeit brechende Seen aussteuernd.
Merksatz: Beiliegen · Lenzen vor Topp und Takel, Leinen achteraus schleppen · Liegen vor Treibanker · oder unter Sturmbesegelung aktiv segeln, brechende Seen nach Möglichkeit aussteuern
Seemannschaft I · Frage 104Mit welchem Manöver können Sie bei Starkwind das Halsen vermeiden (Name)? Vervollständigen Sie die Skizze durch Einzeichnen der Kurslinie und geben Sie die erforderlichen Manöver an.
Seemannschaft I · Frage 110Welche Sofortmaßnahmen sind einzuleiten, wenn jemand über Bord gefallen ist?
- Ruf "Mensch über Bord!"
- Rettungsmittel zuwerfen,
- Ausguck halten, Mensch im Auge behalten,
- Maschine starten,
- "Mensch-über-Bord-Manöver" einleiten,
- Notmeldung abgeben,
- ggf. Markierungsblitzboje werfen,
- ggf. MOB-Taste eines satellitengestützten Navigationsgerätes drücken,
- Bergung durchführen.
Merksatz: Ruf „Mensch über Bord!“ · Rettungsmittel zuwerfen · Ausguck halten, Mensch im Auge behalten · Maschine starten · MOB-Manöver einleiten · Notmeldung abgeben · ggf. Markierungsblitzboje werfen · ggf. MOB-Taste (satellitengestütztes Navigationsgerät) drücken · Bergung durchführen
Seemannschaft I · Frage 111Welche Maßnahmen können gegen das Überbordfallen getroffen werden?
- Sicherheitsgurte anlegen und einpicken.
- Anbringen von "Streck-" oder Laufleinen vom Bug zum Heck.
- Crew auf Befestigungspunkte (Einpickpunkte für Karabinerhaken) hinweisen.
Merksatz: Sicherheitsgurte anlegen und einpicken · Streck- oder Laufleinen Bug bis Heck anbringen · Crew auf Befestigungspunkte (Einpickpunkte für Karabinerhaken) hinweisen
Seemannschaft I · Frage 112Nennen Sie die grundsätzlichen Schritte und ihre Ziele zur Rettung einer über Bord gegangenen Person.
- Maschine starten,
- Suche, Herstellung eines Sichtkontaktes zur über Bord gegangenen Person,
- "Mensch-über-Bord-Manöver", Annäherung an die im Wasser treibende Person und Herstellung einer ersten Leinenverbindung,
- Bergung, sicheres und schnelles Anbordnehmen der Person,
- Erste Hilfe, Betreuung,
- ggf. Notalarm abgeben.
Merksatz: Maschine starten · Suche: Sichtkontakt · MOB-Manöver: Annäherung + erste Leinenverbindung · Bergung: sicher und schnell an Bord · Erste Hilfe, Betreuung · ggf. Notalarm
Seemannschaft I · Frage 113Mit welchen Hilfsmitteln können Sie den Bezugspunkt (internationaler Begriff: Datum) für die Suche nach einem Überbordgefallenen sichern?
- Markierungsblitzboje,
- MOB-Taste eines satellitengestützten Navigationsgerätes (z. B. GPS).
Merksatz: Datum sichern: Markierungsblitzboje · MOB-Taste am satellitengestützten Navigationsgerät (z. B. GPS)
Seemannschaft I · Frage 126In welche technischen Einrichtungen/Ausrüstungen muss der Schiffsführer die Besatzung vor Reiseantritt unbedingt einweisen? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.
- Ankergeschirr,
- Lenzeinrichtung,
- Feuerlöscheinrichtungen,
- Motoranlage,
- Seeventile,
- UKW-Seefunkanlage,
- MOB-Taste von satellitengestützten Navigationsgerät (z. B. GPS),
- Seenotsignalmittel,
- Notrudereinrichtung.
Merksatz: Ankergeschirr · Lenzeinrichtung · Feuerlöscheinrichtungen · Motoranlage · Seeventile · UKW-Seefunkanlage · MOB-Taste am satellitengestützten Navigationsgerät (z. B. GPS) · Seenotsignalmittel · Notrudereinrichtung
Seemannschaft I · Frage 130Warum sollte die Crew vor Reisebeginn in die Funktion des Ankergeschirrs und die Durchführung eines Ankermanövers eingewiesen werden?
Damit jeder den Anker sicher ausbringen und einholen kann.
Merksatz: Damit jeder den Anker sicher ausbringen und einholen kann.
Seemannschaft I · Frage 132Was tun Sie, wenn Ihr Schiff leckgeschlagen ist und das Wasser im Schiff trotz aller Maßnahmen weiter steigt?
- Notzeichen geben, Funkmeldung abgeben, ggf. Radartransponder einschalten.
- Verlassen des Bootes vorbereiten, Rettungswesten anlegen, Rettungsfloß klarmachen.
- Wenn möglich, ruhiges Flachwasser anlaufen und Schiff auf Grund setzen.
Merksatz: Notzeichen geben, Funkmeldung, ggf. Radartransponder ein · Verlassen des Bootes vorbereiten: Rettungswesten an, Rettungsfloß klarmachen · wenn möglich ruhiges Flachwasser anlaufen, Schiff auf Grund setzen
Seemannschaft I · Frage 133Welche Folgen können Grundberührungen und harte Stöße, z. B. bei Anlegemanövern oder Kollisionen mit treibenden Gegenständen haben?
- Eine Beschädigung der Bordwand kann eintreten.
- Es kann Sinkgefahr entstehen.
Merksatz: Beschädigung der Bordwand · Sinkgefahr
Seemannschaft I · Frage 134Welche grundsätzliche Verhaltensweise sollte beachtet und welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, wenn Ihr Schiff in Seenot kommt?
- Ruhe bewahren und überlegt handeln.
- Notalarm abgeben, ggf. Radartransponder einschalten.
- Rettungsfloß klarmachen.
- Rettungsweste und Sicherheitsgurt anlegen.
- So lange wie möglich an Bord bleiben.
- Wärmende Kleidung anziehen.
Merksatz: Ruhe bewahren, überlegt handeln · Notalarm abgeben, ggf. Radartransponder einschalten · Rettungsfloß klarmachen · Rettungsweste + Sicherheitsgurt anlegen · so lange wie möglich an Bord bleiben · wärmende Kleidung anziehen
Seemannschaft I · Frage 135Welche Maßnahmen treffen Sie, bevor Sie von Ihrem Fahrzeug in ein Rettungsfloß übersteigen?
- Rettungsweste und Sicherheitsgurt anlegen.
- Wärmende Kleidung anziehen.
- Nach Möglichkeit vorher reichlich warme Flüssigkeit trinken.
- Soweit noch nicht geschehen, Proviant, Wasser, Seenotsignalmittel und ggf. Seenotfunkbake, Radartransponder und UKW-Handsprechfunkgeräte in das Rettungsfloß bringen.
Merksatz: Rettungsweste + Sicherheitsgurt anlegen · wärmende Kleidung anziehen · nach Möglichkeit reichlich warme Flüssigkeit trinken · soweit nicht geschehen ins Rettungsfloß: Proviant, Wasser, Seenotsignalmittel, ggf. Seenotfunkbake, Radartransponder, UKW-Handsprechfunkgeräte
Seemannschaft I · Frage 161Wie reagiert ein großes Schiff, wenn bei ca. 20 kn Fahrt ein Ausweichmanöver durch Hartruderlage eingeleitet wird? Nach welcher Distanz verlässt es in etwa die alte Kurslinie?
Der Steven bewegt sich in Richtung der Hartruderlage, das Heck schlägt relativ weit zur entgegengesetzten Richtung aus. Das Schiff verlässt mit seinem Heck erst nach mehreren Schiffslängen seine bisherige Kurslinie, bewegt sich also zunächst in der alten Kursrichtung fort. Diese Strecke kann bei 300 m langen Containerschiffen 1,5 bis 2,5 Schiffslängen, d. h. ca. 500 bis 600 m betragen.
Merksatz: Steven dreht zur Hartruderlage, Heck schlägt weit entgegengesetzt aus · Heck verlässt alte Kurslinie erst nach mehreren Schiffslängen, Schiff läuft zunächst in alter Kursrichtung weiter · bei 300-m-Containerschiff 1,5–2,5 Schiffslängen ≈ 500–600 m
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