SKS-Thema · 28 Fragen

Seegang & Wellen

Seegang, Dünung und Kreuzsee: wie Wellen entstehen und wann sie gefährlich werden.

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  1. Wetterkunde · Frage 4Nennen Sie mindestens 6 Parameter, aus denen sich eine Wetterbeobachtung an Bord zusammensetzt.

    Windrichtung, Windstärke, Luftdruck, aktuelles Wetter, Bedeckungsgrad, Wolken, Seegang, Strom, Temperatur und ggf. Luftfeuchte.

    Merksatz: Windrichtung · Windstärke · Luftdruck · aktuelles Wetter · Bedeckungsgrad · Wolken · Seegang · Strom · Temperatur · ggf. Luftfeuchte

  2. Wetterkunde · Frage 59Welche Wellenhöhe wird bei der Angabe des Seegangs in Seewetterberichten verwendet?

    Die kennzeichnende (charakteristische) Wellenhöhe.

    Merksatz: Kennzeichnende (charakteristische) Wellenhöhe

  3. Wetterkunde · Frage 601. Wie ist die kennzeichnende (charakteristische) Wellenhöhe definiert? 2. Womit müssen Sie rechnen?

    1. Mittlere Höhe der gut ausgeprägten (Mittel des oberen Drittels) - nicht extremen - Wellen.
    2. Einzelne Wellen können das 1,5fache der kennzeichnenden Wellenhöhe erreichen.

    Merksatz: 1. Mittlere Höhe der gut ausgeprägten, nicht extremen Wellen (Mittel des oberen Drittels) · 2. Einzelne Wellen bis 1,5fache kennzeichnende Wellenhöhe

  4. Wetterkunde · Frage 82Woraus besteht Seegang?

    Aus Windsee und Dünung.

    Merksatz: Seegang = Windsee + Dünung

  5. Wetterkunde · Frage 83Was verstehen Sie unter Windsee?

    Seegang, der durch den Wind am Ort oder in der näheren Umgebung angefacht wird.

    Merksatz: Windsee = Seegang, vom Wind am Ort oder in näherer Umgebung angefacht.

  6. Wetterkunde · Frage 851. Was verstehen Sie unter Dünung? 2. Was kann einsetzende hohe Dünung andeuten?

    1. Seegang, der dem erzeugenden Windfeld vorausläuft, sowie abklingender (alter) Seegang.
    2. Einen eventuell aufziehenden Sturm.

    Merksatz: 1. Dünung = Seegang, der dem erzeugenden Windfeld vorausläuft, + abklingender (alter) Seegang · 2. hohe Dünung → eventuell aufziehender Sturm

  7. Wetterkunde · Frage 86Was verstehen Sie unter der Wellenhöhe?

    Der senkrechte Abstand zwischen Wellenberg und Wellental.

    Merksatz: Wellenhöhe = senkrechter Abstand Wellenberg – Wellental.

  8. Wetterkunde · Frage 87Was verstehen Sie unter der Wellenlänge?

    Der horizontale Abstand zwischen zwei Wellenbergen.

    Merksatz: Wellenlänge = horizontaler Abstand zwischen zwei Wellenbergen.

  9. Wetterkunde · Frage 88Welchen Seegang müssen Sie erwarten, wenn Sie küstennah bei ablandigem Wind fahren?

    Der Seegang wird nicht so hoch sein wie auf der freien See, da der Fetch (Windwirklänge) nur sehr kurz ist.

    Merksatz: Seegang niedriger als auf freier See, da Fetch (Windwirklänge) nur sehr kurz.

  10. Wetterkunde · Frage 891. Welchen Seegang müssen Sie erwarten, wenn Sie küstennah bei auflandigem Wind fahren? 2. Welche Gefahr besteht bezüglich der Entwicklung des Seegangs außerdem?

    1. Der Seegang wird ähnlich ausgeprägt sein wie auf der freien See, da genügend Fetch (Windwirklänge) vorhanden ist.
    2. Dort, wo das Wasser flacher wird, oder im Bereich von Untiefen muss mit Brechern und Grundseen gerechnet werden.

    Merksatz: 1. Seegang ähnlich freier See, da genügend Fetch (Windwirklänge) · 2. wo Wasser flacher wird oder an Untiefen: Brecher und Grundseen

  11. Wetterkunde · Frage 901. Was verstehen Sie unter einer Grundsee? 2. Welche Höhen kann sie erreichen?

    1. Meereswellen mit besonders hohen Brechern, die durch Untiefen oder Küstennähe bzw. durch ansteigenden Meeresboden entstehen.
    2. Etwa das 2,5fache der kennzeichnenden (charakteristischen) Wellenhöhe.

    Merksatz: Grundsee = Meereswellen mit besonders hohen Brechern durch Untiefen, Küstennähe bzw. ansteigenden Meeresboden · Höhe etwa 2,5fache der kennzeichnenden (charakteristischen) Wellenhöhe

  12. Wetterkunde · Frage 91Wie verändert sich Seegang, wenn Wind und Meeresströmungen (z. B. Gezeitenstrom) entgegengesetzte Richtungen haben?

    Die Wellen werden kürzer und steiler.

    Merksatz: Wind gegen Strom: Wellen kürzer und steiler.

  13. Wetterkunde · Frage 92Wie verändert sich Seegang, wenn Wind und Meeresströmungen (z. B. Gezeitenstrom) die gleiche Richtung haben?

    Die Wellen werden länger und flacher.

    Merksatz: Wind und Strom gleiche Richtung → Wellen länger und flacher.

  14. Wetterkunde · Frage 931. Was verstehen Sie unter einer Kreuzsee? 2. Geben Sie 3 Beispiele an, wo mit Kreuzsee zu rechnen ist.

    1. Windsee und Dünung laufen aus unterschiedlichen Richtungen heran.
    2. Kurz vor und bei dem Durchzug einer Kaltfront oder eines Troges sowie in der Nähe des Tiefkerns.

    Merksatz: Kreuzsee: Windsee und Dünung aus unterschiedlichen Richtungen · Beispiele: kurz vor und bei Durchzug Kaltfront · oder Trog · Nähe Tiefkern

  15. Wetterkunde · Frage 94Welcher Seegang ist in Lee kleiner Inseln zu erwarten?

    Kreuzlaufende See, die meist kurz und kabbelig ist.

    Merksatz: Lee kleiner Inseln: kreuzlaufende See · meist kurz und kabbelig

  16. Wetterkunde · Frage 95Welche Faktoren können die Länge und Höhe des Seegangs erheblich verändern?

    Wassertiefe sowie Meeres- und Gezeitenströmungen.

    Merksatz: Wassertiefe · Meeres- und Gezeitenströmungen

  17. Wetterkunde · Frage 96Im Internet finden Sie auf einer "Wetterseite" eine Vorhersagekarte für die Dünung. Können Sie daraus ungefähr den vorherrschenden Wind über See ableiten?

    Nein. Dünung kann vorhanden sein, auch wenn kein Windfeld unmittelbar vorhanden ist.

    Merksatz: Nein · Dünung kann vorhanden sein, auch wenn kein Windfeld unmittelbar vorhanden ist.

  18. Wetterkunde · Frage 1011. Wie bestimmen Sie an Bord die Windstärke, wenn keine Windmessanlage vorhanden ist? 2. Wie bestimmen Sie an Bord die Windrichtung, wenn keine Windmessanlage vorhanden ist?

    1. Die Windstärke wird geschätzt mit Hilfe der Beaufortskala in Anlehnung an das Seegangsbild.
    2. Die Windrichtung wird anhand der Verlagerung der Wellenkämme geschätzt.

    Merksatz: Windstärke: schätzen mit Beaufortskala nach Seegangsbild · Windrichtung: schätzen anhand Verlagerung der Wellenkämme

  19. Seemannschaft I · Frage 5Was bedeutet der Begriff "Kategorie" im Zusammenhang mit dem CE-Zeichen für Wassersportfahrzeuge?

    Mit der Kategorie legt der Hersteller fest, in welchem Fahrgebiet, bis zu welcher Windstärke und bis zu welcher charakteristischen Wellenhöhe das Fahrzeug sicher betrieben werden kann.

    Merksatz: Kategorie = vom Hersteller festgelegt: Fahrgebiet · max. Windstärke · max. charakteristische Wellenhöhe für sicheren Betrieb

  20. Seemannschaft I · Frage 7Was bedeutet die im Zusammenhang mit dem CE-Zeichen für Wassersportfahrzeuge angegebene Kategorie "B Außerhalb von Küstengewässern"?

    Das Fahrzeug ist ausgelegt für Fahrten außerhalb von Küstengewässern, in denen Windstärken bis einschließlich 8 Bft und signifikante Wellenhöhen bis einschließlich 4 m auftreten können.

    Merksatz: Ausgelegt für Fahrten außerhalb von Küstengewässern · bis einschließlich 8 Bft · signifikante Wellenhöhen bis einschließlich 4 m

  21. Seemannschaft I · Frage 38Wovon hängt eine in ruhigem Wasser vorhandene Stabilität zusätzlich in schwerem Wetter ab?

    Die Stabilität in schwerem Wetter hängt zusätzlich von Wind und Seegang, besonders von brechenden Wellen ab.

    Merksatz: Schweres Wetter: zusätzlich Wind · Seegang · besonders brechende Wellen

  22. Seemannschaft I · Frage 54Wie schützt man auf Kunststoffyachten den Propeller gegen Elektrolyse?

    Durch eine Zinkanode auf der Propellerwelle.

    Merksatz: Zinkanode auf der Propellerwelle.

  23. Seemannschaft I · Frage 63Der Motor Ihres Bootes bleibt beim Einkuppeln stehen. Nennen Sie mögliche Ursachen.

    1. Propellerwelle durch Tauwerk o. Ä. blockiert,
    2. Schwerlauf des Getriebes wegen defekter Zahnräder, Lagerschaden, dicken Öls oder
    3. verbogene Propellerwelle.

    Merksatz: Propellerwelle durch Tauwerk o. Ä. blockiert · Schwerlauf des Getriebes (defekte Zahnräder, Lagerschaden, dickes Öl) · verbogene Propellerwelle

  24. Seemannschaft I · Frage 94Von welchen Faktoren ist die Länge eines Nahezu-Aufschießers zu einer im Wasser treibenden Person abhängig?

    Geschwindigkeit, Wind, Seegang, Strömung und Form und Gewicht des Bootes.

    Merksatz: Geschwindigkeit · Wind · Seegang · Strömung · Form und Gewicht des Bootes

  25. Seemannschaft I · Frage 102Warum kann das Anlaufen eines Hafens bei auflandigem Starkwind bzw. schwerem Wetter gefährlich werden?

    Gefahr durch Grundseen bzw. Kreuzseen. Möglichkeit von Querstrom.

    Merksatz: Grundseen bzw. Kreuzseen · möglicher Querstrom

  26. Seemannschaft I · Frage 107Sie kreuzen bei frischem Wind und mitlaufendem Strom (Wind gegen Strom) nach Luv auf. Welche Auswirkungen hat ein gegen den Wind setzender Strom auf den Seegang?

    Durch den Strom entsteht eine kurze, steile und kabbelige See.

    Merksatz: Wind gegen Strom → kurze, steile, kabbelige See

  27. Seemannschaft I · Frage 144Was müssen Sie bei der Auswahl eines Ankerplatzes beachten?

    1. Der Ankerplatz sollte Schutz vor Wind und Wellen bieten.
    2. Auf ausreichenden Platz zum Schwojen achten.
    3. Mögliche Winddrehungen einplanen.

    Merksatz: Schutz vor Wind und Wellen · ausreichend Platz zum Schwojen · mögliche Winddrehungen einplanen

  28. Seemannschaft I · Frage 157Was müssen Sie bedenken, wenn ein großes Schiff auf Ihr Sportboot zukommt?

    1. Andere Manövrierfähigkeit (größere Drehkreise, längere Stoppstrecken),
    2. u. U. eingeschränkte Sicht des anderen Fahrzeugs, insbesondere nach voraus,
    3. Möglichkeit des Übersehenwerdens, weil man sich im Radarschatten befindet,
    4. Beeinträchtigung durch Bugwellen des großen Schiffes,
    5. mögliche Beeinträchtigung der Manövrierfähigkeit des eigenen Bootes durch Windabdeckung.

    Merksatz: Andere Manövrierfähigkeit (größere Drehkreise, längere Stoppstrecken) · eingeschränkte Sicht nach voraus · Übersehenwerden im Radarschatten · Bugwellen · Windabdeckung beeinträchtigt eigene Manövrierfähigkeit

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