SKS-Thema · 38 Fragen

Betonnung & Fahrwasser

Das Betonnungssystem IALA A: Lateral- und Kardinalzeichen, Fahrwasser und wie du Tonnen bei Tag und Nacht erkennst.

Süd-Kardinaltonne

Q(6)+LFl 15s oder VQ(6)+LFl 10s

Beide Spitzen nach unten = Süden, aufs Schwarz unten. 6 Blitze wie 6 Uhr – plus ein langer, damit man 6 und 9 nicht verwechselt.

Das sichere Wasser liegt südlich – südlich passieren.

0 s15 s

Alle Prüfungsfragen zum Thema

  1. Navigation · Frage 11Welche Angaben enthalten deutsche und britische Leuchtfeuerverzeichnisse?

    Beschreibung der Leuchtfeuer, Feuerschiffe und Großtonnen sowie deren geographische Lage.

    Merksatz: Beschreibung der Leuchtfeuer, Feuerschiffe, Großtonnen · deren geographische Lage

  2. Navigation · Frage 12Welche schwimmenden Schifffahrtszeichen werden in der britischen List of Lights und in deutschen Leuchtfeuerverzeichnissen nicht angegeben?

    Tonnen kleiner als 8 m Höhe.

    Merksatz: Nicht verzeichnet: Tonnen kleiner als 8 m Höhe.

  3. Navigation · Frage 13Wo finden Sie Angaben über die Merkmale der Schifffahrtszeichen?

    1. In den Leuchtfeuerverzeichnissen bzw. in der List of Lights sowie auszugsweise in den Seekarten.
    2. In der Karte 1/INT 1 des BSH.
    3. Schwimmende Schifffahrtszeichen zusätzlich in der Anlage I zur SeeSchStrO (z. B. Tonnen des Lateral- bzw. Kardinalsystems).

    Merksatz: Leuchtfeuerverzeichnisse/List of Lights, auszugsweise Seekarten · Karte 1/INT 1 des BSH · schwimmende Schifffahrtszeichen zusätzlich Anlage I SeeSchStrO (z. B. Tonnen Lateral-/Kardinalsystem)

  4. Navigation · Frage 19Was sind Leitfeuer (direction lights)?

    Leitfeuer sind Einzelfeuer, die durch Sektoren verschiedener Farbe oder Kennung (Leit- oder Warnsektoren) im Allgemeinen ein Fahrwasser, eine Hafeneinfahrt oder einen freien Seeraum zwischen Untiefen bezeichnen.

    Merksatz: Leitfeuer = Einzelfeuer mit Sektoren verschiedener Farbe oder Kennung (Leit- oder Warnsektoren) · bezeichnen im Allgemeinen Fahrwasser, Hafeneinfahrt oder freien Seeraum zwischen Untiefen

  5. Navigation · Frage 201. Was sind Richtfeuer (leading lights)? 2. Wann befindet man sich in einer Richtlinie eines Richtfeuers?

    1. Richtfeuer sind Feuer, die als Unter- und Oberfeuer in Deckpeilung als Richtlinie beispielsweise einen Kurs im Fahrwasser, durch eine Hafeneinfahrt oder im freien Seeraum zwischen Untiefen bezeichnen.
    2. Ein Schiff befindet sich in der Richtlinie, wenn Unter- und Oberfeuer senkrecht unter-/übereinander erscheinen.

    Merksatz: 1. Unter- und Oberfeuer in Deckpeilung bezeichnen als Richtlinie einen Kurs, z. B. im Fahrwasser, durch Hafeneinfahrt, im freien Seeraum zwischen Untiefen · 2. In der Richtlinie, wenn Unter- und Oberfeuer senkrecht unter-/übereinander erscheinen.

  6. Navigation · Frage 21Was ist ein Torfeuer?

    Ein Torfeuer besteht aus zwei Feuern gleicher Höhe, gleicher Lichtstärke und gleicher Kennung, die zu beiden Seiten der Fahrwasserachse einander genau gegenüber (rechtwinklig zur Fahrwasserachse) und von der Fahrwasserachse gleich weit entfernt angeordnet sind.

    Merksatz: Zwei Feuer: gleiche Höhe, Lichtstärke, Kennung · beiderseits der Fahrwasserachse genau gegenüber (rechtwinklig zur Fahrwasserachse) · gleich weit von Fahrwasserachse entfernt

  7. Navigation · Frage 32Zählen Sie die am häufigsten vorkommenden Ereignisse und Maßnahmen auf, über die die Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) unterrichten.

    1. Änderungen an Befeuerung, Betonnung und Landmarken,
    2. veränderte Wassertiefen,
    3. Wracke, Schifffahrtshindernisse, Rohrleitungen usw.,
    4. Bauarbeiten, Baggerarbeiten, militärische Übungen und damit zusammenhängende Sperrungen oder Behinderungen.

    Merksatz: Änderungen an Befeuerung, Betonnung, Landmarken · veränderte Wassertiefen · Wracke, Schifffahrtshindernisse, Rohrleitungen usw. · Bauarbeiten, Baggerarbeiten, militärische Übungen → Sperrungen oder Behinderungen

  8. Navigation · Frage 53Welche navigatorischen Vorbereitungen treffen Sie vor einer Fahrt in Dunkelheit?

    1. Kurse und Kursänderungspunkte möglichst vorausbestimmen,
    2. Untiefen und Hindernisse in der Karte besonders kennzeichnen,
    3. in der Seekarte markieren, welche Leuchtfeuer wann und wo in der Kimm erscheinen und
    4. Wegstrecke nach unbefeuerten Tonnen absuchen.

    Merksatz: Kurse + Kursänderungspunkte möglichst vorausbestimmen · Untiefen + Hindernisse in Karte besonders kennzeichnen · in Seekarte markieren, welche Leuchtfeuer wann und wo in der Kimm erscheinen · Wegstrecke nach unbefeuerten Tonnen absuchen

  9. Navigation · Frage 64Neben den Fahrwassertonnen liegen auf den Seeschifffahrtsstraßen weitere Tonnen aus, die für die Sportschifffahrt besonders wichtig sind. Welche Schifffahrtszeichen sind das?

    Sonderzeichen zur Bezeichnung von Sperrgebieten und Kardinalzeichen für allgemeine Gefahrenstellen.

    Merksatz: Sonderzeichen → Sperrgebiete · Kardinalzeichen → allgemeine Gefahrenstellen

  10. Navigation · Frage 66Welche Sonderzeichen kennzeichnen Reeden, besondere Gebiete oder Stellen, z. B. Warngebiete?

    Gelbe Fasstonnen, Leuchttonnen, Spierentonnen oder Stangen.

    Merksatz: Gelbe Fasstonnen · Leuchttonnen · Spierentonnen · Stangen

  11. Navigation · Frage 67Welche Sonderzeichen kennzeichnen Sperrgebiete?

    Gelbe Fasstonnen, Leuchttonnen, Spierentonnen oder Stangen mit einem breiten roten Band. Beschriftung auf Fasstonne oder Leuchttonne mit schwarzen Buchstaben: "Sperrgebiet" oder "Sperr-G".

    Merksatz: Gelbe Fasstonnen, Leuchttonnen, Spierentonnen oder Stangen mit breitem rotem Band · auf Fass-/Leuchttonne schwarze Buchstaben: "Sperrgebiet" oder "Sperr-G"

  12. Navigation · Frage 69Was bedeutet das Ausliegen der folgenden Schifffahrtszeichen: weiße Fasstonne, Kugeltonne oder Stange mit einem - von oben gesehen - rechtwinkligen gelben Kreuz bzw. bei Stangen mit einem breiten gelben Band?

    Fahrverbot für Maschinenfahrzeuge und Wassermotorräder auf wegen Badebetrieb gesperrten Wasserflächen.

    Merksatz: Fahrverbot für Maschinenfahrzeuge und Wassermotorräder · wegen Badebetrieb gesperrte Wasserflächen

  13. Navigation · Frage 102Wodurch können Radarechos von kleinen Fahrzeugen und Tonnen auf den Sichtschirmen von Radargeräten "verschwinden"?

    1. Durch Seegang und/oder Niederschlag,
    2. durch falsche Bedienung,
    3. durch zu große Entfernung,
    4. durch Gieren des eigenen Fahrzeugs bei relativ vorausorientierter Radarstellung (head up).

    Merksatz: Seegang/Niederschlag · falsche Bedienung · zu große Entfernung · Gieren des eigenen Fahrzeugs bei relativ vorausorientierter Radarstellung (head up)

  14. Navigation · Frage 104Wie kann man gegebenenfalls verhindern, dass sich Echoanzeigen von Zielen (z. B. 2 Tonnen, 2 Molenköpfe) überlappen?

    1. Kurze Impulslänge wählen.
    2. Messbereich verkleinern.

    Merksatz: Kurze Impulslänge wählen · Messbereich verkleinern

  15. Schifffahrtsrecht · Frage 10Nennen Sie mindestens 3 Beispiele für "manövrierbehinderte Fahrzeuge".

    1. Tonnenleger, Kabelleger, Rohrleger im Einsatz,
    2. Bagger, Vermessungsfahrzeuge im Einsatz,
    3. Versorger im Einsatz,
    4. Flugzeugträger im Einsatz,
    5. Minenräumfahrzeuge im Einsatz,
    6. Fahrzeuge während eines Schleppvorganges, bei dem das schleppende Fahrzeug und sein Anhang erheblich behindert sind, vom Kurs abzuweichen.

    Merksatz: Jeweils im Einsatz: Tonnen-, Kabel-, Rohrleger · Bagger, Vermessungsfahrzeuge · Versorger · Flugzeugträger · Minenräumfahrzeuge · Schleppvorgang, bei dem Schlepper und Anhang erheblich behindert sind, vom Kurs abzuweichen

  16. Schifffahrtsrecht · Frage 25Was bestimmen die KVR für das Verhalten von Fahrzeugen von weniger als 20 m Länge oder von Segelfahrzeugen im Fahrwasser einer Seeschifffahrtsstraße?

    Fahrzeuge von weniger als 20 m Länge oder Segelfahrzeuge dürfen nicht die Durchfahrt eines Fahrzeuges behindern, das nur innerhalb eines engen Fahrwassers oder einer Fahrrinne sicher fahren kann. Sie müssen, wenn es die Umstände erfordern, frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um genügend Raum für die sichere Durchfahrt des anderen Fahrzeugs zu lassen.

    Merksatz: Fahrzeuge < 20 m oder Segelfahrzeuge: Durchfahrt eines Fahrzeugs, das nur innerhalb eines engen Fahrwassers oder einer Fahrrinne sicher fahren kann, nicht behindern · wenn Umstände erfordern, frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um genügend Raum für dessen sichere Durchfahrt zu lassen.

  17. Schifffahrtsrecht · Frage 46Wo unterliegt Ihr Segelfahrzeug bzw. Ihre Motoryacht unter 20 m Länge einem Behinderungsverbot?

    1. In engen Fahrwassern,
    2. auf dem Einbahnweg eines Verkehrstrennungsgebietes (VTG) gegenüber Maschinenfahrzeugen im VTG.

    Merksatz: Enge Fahrwasser · Einbahnweg eines Verkehrstrennungsgebietes (VTG) gegenüber Maschinenfahrzeugen im VTG

  18. Schifffahrtsrecht · Frage 53Wie sind Fahrwasser in der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung im Sinne der KVR eingestuft?

    Fahrwasser der Seeschifffahrtsstraßen gelten als enge Fahrwasser im Sinne der KVR.

    Merksatz: Fahrwasser der Seeschifffahrtsstraßen = enge Fahrwasser im Sinne der KVR.

  19. Schifffahrtsrecht · Frage 54Erläutern Sie den Begriff "durchgehende Schifffahrt" auf einem Fahrwasser einer Seeschifffahrtsstraße.

    Die durchgehende Schifffahrt umfasst alle Fahrzeuge, die deutlich dem Fahrwasserverlauf einer Seeschifffahrtsstraße folgen. Dies erlaubt nach allgemeiner Verkehrsauffassung ein Abweichen von höchstens ± 10° von der Richtung des Fahrwassers. Dabei ist es gleichgültig, zu welchem Zweck das Fahrzeug betrieben wird.

    Merksatz: Alle Fahrzeuge, die deutlich dem Fahrwasserverlauf einer Seeschifffahrtsstraße folgen · nach allgemeiner Verkehrsauffassung höchstens ± 10° Abweichen von der Fahrwasserrichtung · Zweck des Fahrzeugs gleichgültig

  20. Schifffahrtsrecht · Frage 57Was sind Seeschifffahrtsstraßen im Sinne der SeeSchStrO?

    1. Seeschifffahrtsstraßen im Sinne dieser Verordnung sind:
    2. Wasserflächen zwischen der Küstenlinie bei mittlerem Hochwasser oder der seewärtigen Begrenzung der Binnenwasserstraßen und einer Linie von drei Seemeilen seewärts der Basislinie,
    3. die durchgehend durch laterale Zeichen (Tonnen) begrenzten Wasserflächen der seewärtigen Teile der Fahrwasser im Küstenmeer,
    4. Wasserflächen zwischen den Ufern bestimmter Binnenwasserstraßen.

    Merksatz: Seeschifffahrtsstraßen: Wasserflächen Küstenlinie bei mittlerem Hochwasser (oder seewärtige Grenze Binnenwasserstraßen) bis 3 sm seewärts Basislinie · seewärtige Fahrwasserteile im Küstenmeer, durchgehend durch laterale Zeichen (Tonnen) begrenzt · Wasserflächen zwischen Ufern bestimmter Binnenwasserstraßen

  21. Schifffahrtsrecht · Frage 58Was sind Fahrwasser im Sinne der SeeSchStrO?

    Fahrwasser sind die Teile der Wasserflächen, die durch Tonnen (laterale Zeichen) begrenzt oder gekennzeichnet sind oder die, soweit das nicht der Fall ist, auf den Binnenwasserstraßen für die durchgehende Schifffahrt bestimmt sind.

    Merksatz: Wasserflächen, durch Tonnen (laterale Zeichen) begrenzt oder gekennzeichnet · sonst: auf Binnenwasserstraßen für durchgehende Schifffahrt bestimmt

  22. Schifffahrtsrecht · Frage 60Wo und unter welcher Bedingung gelten im Geltungsbereich der SeeSchStrO die KVR?

    Die KVR gelten im gesamten Geltungsbereich der SeeSchStrO innerhalb und außerhalb der Fahrwasser, soweit die SeeSchStrO nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt (z. B. Vorfahrt, Grundsatz des Vorranges der spezielleren Rechtsvorschrift vor der allgemeineren).

    Merksatz: KVR gelten im gesamten Geltungsbereich der SeeSchStrO innerhalb und außerhalb der Fahrwasser · soweit SeeSchStrO nicht ausdrücklich anderes bestimmt (z. B. Vorfahrt) · speziellere Rechtsvorschrift vor allgemeinerer

  23. Schifffahrtsrecht · Frage 61Wie haben Segelfahrzeuge in einem Fahrwasser der SeeSchStrO untereinander auszuweichen, wenn sie nicht deutlich der Richtung eines Fahrwassers folgen?

    Sie haben untereinander nach den Regeln der KVR auszuweichen, wenn sie dadurch vorfahrtberechtigte Fahrzeuge nicht gefährden oder behindern.

    Merksatz: Untereinander nach KVR ausweichen, sofern vorfahrtberechtigte Fahrzeuge nicht gefährdet oder behindert werden.

  24. Schifffahrtsrecht · Frage 68Erläutern Sie den Begriff "Vorfahrt beachten".

    "Vorfahrt beachten" begründet eine Wartepflicht. Wer die Vorfahrt zu beachten hat, muss rechtzeitig durch sein Fahrverhalten erkennen lassen, dass er warten wird. Er darf nur weiterfahren, wenn er übersehen kann, dass die Schifffahrt im Fahrwasser nicht beeinträchtigt wird. Ggf. hat der Wartepflichtige seinen Kurs und/oder seine Geschwindigkeit zu ändern (gilt rechtlich nicht als Ausweichen!).

    Merksatz: Vorfahrt beachten = Wartepflicht · rechtzeitig durch Fahrverhalten Warten erkennen lassen · weiterfahren nur, wenn übersehbar, dass Schifffahrt im Fahrwasser nicht beeinträchtigt · ggf. Kurs und/oder Geschwindigkeit ändern (rechtlich kein Ausweichen!)

  25. Schifffahrtsrecht · Frage 69Erläutern Sie den Begriff "Vorfahrt haben".

    "Vorfahrt haben" gilt nur für ein im Fahrwasser fahrendes oder dem Fahrwasserverlauf folgendes Fahrzeug. Das bedeutet, dass andere Fahrzeuge, die in das Fahrwasser einlaufen wollen, dort drehen oder an- und ablegen wollen, mit diesem Vorhaben warten müssen, bis das vorfahrtberechtigte Fahrzeug vorüber ist. "Vorfahrt haben" bedeutet aber nicht: Vorfahrt erzwingen! Ggf. muss ein vorfahrtberechtigtes Fahrzeug Maßnahmen zur Verhinderung einer drohenden Kollision ergreifen.

    Merksatz: Vorfahrt nur für im Fahrwasser fahrendes / dem Fahrwasserverlauf folgendes Fahrzeug · andere, die einlaufen, drehen, an- oder ablegen wollen, warten, bis vorfahrtberechtigtes Fahrzeug vorüber ist · Vorfahrt nicht erzwingen · ggf. Maßnahmen zur Verhinderung drohender Kollision ergreifen

  26. Schifffahrtsrecht · Frage 70Wie hat sich ein in das Fahrwasser einlaufendes Fahrzeug gegenüber im Fahrwasser fahrenden Fahrzeugen zu verhalten?

    Es muss die Vorfahrt der Fahrzeuge im Fahrwasser beachten, d. h., es muss warten, bis das Fahrwasser frei ist. Es muss rechtzeitig durch sein Fahrverhalten erkennen lassen, dass es warten wird.

    Merksatz: Vorfahrt der Fahrzeuge im Fahrwasser beachten · warten, bis Fahrwasser frei · rechtzeitig durch Fahrverhalten erkennen lassen, dass es warten wird

  27. Schifffahrtsrecht · Frage 71Wie hat sich ein den Ankerplatz oder Liegeplatz verlassendes Fahrzeug gegenüber im Fahrwasser fahrenden Fahrzeugen zu verhalten?

    Es muss die Vorfahrt der Fahrzeuge im Fahrwasser beachten, d. h. es muss warten, bis das Fahrwasser frei ist. Es muss rechtzeitig durch sein Fahrverhalten erkennen lassen, dass es warten wird.

    Merksatz: Vorfahrt der Fahrzeuge im Fahrwasser beachten · warten, bis Fahrwasser frei · rechtzeitig durch Fahrverhalten erkennen lassen, dass es warten wird

  28. Schifffahrtsrecht · Frage 72Welche Fahrregeln muss ein Sportfahrzeug beachten, wenn es der Richtung des Fahrwassers folgt?

    Beim Fahren im Fahrwasser muss das Sportfahrzeug sich so nahe am äußeren Rand des Fahrwassers an seiner Steuerbordseite halten, wie dieses ohne Gefahr möglich ist.

    Merksatz: Im Fahrwasser so nahe wie ohne Gefahr möglich am äußeren Rand an seiner Steuerbordseite halten.

  29. Schifffahrtsrecht · Frage 73Was muss ein Sportfahrzeug in Bezug auf das Fahrwasser beachten, wenn es außerhalb des Fahrwassers fährt?

    Außerhalb des Fahrwassers ist so zu fahren, dass klar erkennbar ist, dass das Fahrwasser nicht benutzt wird.

    Merksatz: Außerhalb des Fahrwassers so fahren, dass klar erkennbar: Fahrwasser wird nicht benutzt.

  30. Schifffahrtsrecht · Frage 74Wie müssen sich Segelfahrzeuge verhalten, die, dem Fahrwasserverlauf folgend, sich auf (nahezu) entgegengesetzten Kursen begegnen?

    Jedes Fahrzeug muss nach Steuerbord ausweichen.

    Merksatz: Fahrwasser, Begegnung auf Gegenkurs: jedes Fahrzeug weicht nach Steuerbord aus.

  31. Schifffahrtsrecht · Frage 75Was bedeutet "Queren eines Fahrwassers" im Sinne der SeeSchStrO?

    Queren bedeutet deutliches Abweichen vom Fahrwasserverlauf, nach allgemeiner Verkehrsmeinung mehr als 10° (z. B. Kreuzen eines Segelfahrzeuges über die gesamte oder auch nur teilweise Fahrwasserbreite).

    Merksatz: Queren = deutliches Abweichen vom Fahrwasserverlauf, nach allgemeiner Verkehrsmeinung > 10° (z. B. Kreuzen eines Segelfahrzeuges über gesamte oder teilweise Fahrwasserbreite)

  32. Schifffahrtsrecht · Frage 76Wie müssen Sie die Geschwindigkeit Ihres Sportbootes einrichten, wenn Sie außerhalb eines Fahrwassers an Stellen mit erkennbarem Badebetrieb vorbeifahren?

    Höchstgeschwindigkeit 8 km/h im Abstand von weniger als 500 m vom Ufer.

    Merksatz: Badebetrieb außerhalb Fahrwasser: unter 500 m vom Ufer Höchstgeschwindigkeit 8 km/h.

  33. Schifffahrtsrecht · Frage 79Beim Passieren von Cuxhaven sichten Sie, elbabwärts segelnd, an Ihrer Steuerbord-Seite die Tonne 32a. Um was für eine Tonne handelt es sich, welche Bezeichnung hat die nächste Tonne an der gleichen Seite?

    Es handelt sich um eine Backbordfahrwassertonne; die nächste Tonne hat die Aufschrift 32.

    Merksatz: Backbordfahrwassertonne · nächste Tonne: Aufschrift 32

  34. Schifffahrtsrecht · Frage 101Welche Befahrensregelungen gelten für die Schutzzonen I in den Nationalparks im Deutschen Wattenmeer außerhalb der speziellen Schutzgebiete?

    Das Verlassen der Fahrwasser zwischen 3 h nach Hochwasser und 3 h vor dem folgenden Hochwasser ist untersagt. In der übrigen Zeit beträgt für Sportfahrzeuge die Höchstgeschwindigkeit außerhalb des Fahrwassers 8 kn und generell im Fahrwasser 12 kn.

    Merksatz: Fahrwasser verlassen untersagt von 3 h nach HW bis 3 h vor folgendem HW · übrige Zeit Sportfahrzeuge: außerhalb Fahrwasser max. 8 kn · generell im Fahrwasser max. 12 kn

  35. Wetterkunde · Frage 51Sie segeln mit Ihrer Yacht "raumschots". Nach der nächsten Tonne müssen Sie anluven. Wie wird sich die wahre Windgeschwindigkeit auf Ihrem Windmesser/Anemometer entwickeln?

    Sie bleib unverändert.

    Merksatz: Wahre Windgeschwindigkeit bleibt beim Anluven unverändert.

  36. Seemannschaft I · Frage 43Warum wird die Versetzung einer Yacht durch den Wind mit zunehmender Krängung größer?

    Der Lateralplan wird kleiner, dadurch verringert sich der seitliche Widerstand des Schiffes im Wasser.

    Merksatz: Krängung → Lateralplan kleiner → seitlicher Widerstand im Wasser verringert

  37. Seemannschaft I · Frage 135Welche Maßnahmen treffen Sie, bevor Sie von Ihrem Fahrzeug in ein Rettungsfloß übersteigen?

    1. Rettungsweste und Sicherheitsgurt anlegen.
    2. Wärmende Kleidung anziehen.
    3. Nach Möglichkeit vorher reichlich warme Flüssigkeit trinken.
    4. Soweit noch nicht geschehen, Proviant, Wasser, Seenotsignalmittel und ggf. Seenotfunkbake, Radartransponder und UKW-Handsprechfunkgeräte in das Rettungsfloß bringen.

    Merksatz: Rettungsweste + Sicherheitsgurt anlegen · wärmende Kleidung anziehen · nach Möglichkeit reichlich warme Flüssigkeit trinken · soweit nicht geschehen ins Rettungsfloß: Proviant, Wasser, Seenotsignalmittel, ggf. Seenotfunkbake, Radartransponder, UKW-Handsprechfunkgeräte

  38. Seemannschaft I · Frage 159Was müssen Sie beim Passieren eines großen Schiffes bei dessen Kursänderungen, z. B. in einem kurvenreichen Fahrwasser, beachten?

    Bei einer Kursänderung schwenkt das Heck deutlich in die entgegengesetzte Richtung aus, also nach Backbord bei einer Kursänderung nach Steuerbord und umgekehrt.

    Merksatz: Bei Kursänderung schwenkt Heck deutlich entgegengesetzt aus: Kursänderung nach Steuerbord → Heck nach Backbord, und umgekehrt.

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