SKS-Thema · 29 Fragen

Motor & Technik

Motor und Technik an Bord: Kühlung, Kraftstoff, Elektrik und typische Störungen.

Alle Prüfungsfragen zum Thema

  1. Seemannschaft I · Frage 26Für welche unterschiedlichen Reparaturbereiche sollten Sie Ersatzteile und Werkzeug an Bord haben?

    1. Segelreparaturen,
    2. Reparaturen an Rumpf und Rigg,
    3. Motorreparaturen,
    4. Elektroreparaturen und
    5. Reparaturen an Schlauchleitungen.

    Merksatz: Segel · Rumpf und Rigg · Motor · Elektro · Schlauchleitungen

  2. Seemannschaft I · Frage 32Warum müssen auf Yachten zusätzlich zu elektrisch oder motorgetriebenen Lenzpumpen auch Handlenzpumpen vorhanden sein?

    Weil sie auch bei Strom- oder Motorausfall betätigt werden können.

    Merksatz: Handlenzpumpe funktioniert auch bei Strom- oder Motorausfall.

  3. Seemannschaft I · Frage 37Wovon hängt die Stabilität eines Schiffes in ruhigem Wasser ab? Nennen Sie Beispiele für äußere Momente, welche die Stabilität beanspruchen.

    1. Die Stabilität eines Schiffes hängt ab von:
    2. seiner Geometrie (Form),
    3. der Gewichtsverteilung im Schiff (Ausrüstung, Crew, Ballast). Beispiele für eine Beanspruchung der Stabilität sind krängende Momente durch Seitenwind, Trossenzug oder Drehkreisfahrt bei schnellen Motoryachten.

    Merksatz: Stabilität hängt ab von: Geometrie (Form) · Gewichtsverteilung (Ausrüstung, Crew, Ballast) · Beanspruchung durch krängende Momente: Seitenwind, Trossenzug, Drehkreisfahrt schneller Motoryachten

  4. Seemannschaft I · Frage 54Wie schützt man auf Kunststoffyachten den Propeller gegen Elektrolyse?

    Durch eine Zinkanode auf der Propellerwelle.

    Merksatz: Zinkanode auf der Propellerwelle.

  5. Seemannschaft I · Frage 55Welche Sicherheitsmaßnahmen sind vor und beim Tanken von Diesel zu treffen?

    1. Maschine abstellen,
    2. offenes Feuer löschen (Rauchen einstellen),
    3. Maßnahmen gegen Überlaufen treffen.

    Merksatz: Maschine abstellen · offenes Feuer löschen (Rauchen einstellen) · Maßnahmen gegen Überlaufen treffen

  6. Seemannschaft I · Frage 57Wozu dient das Wendegetriebe eines Motors?

    1. Zum Ein- und Auskuppeln des Propellers,
    2. zum Umsteuern des Propellers auf Rückwärtsfahrt,
    3. zur Drehzahluntersetzung.

    Merksatz: Propeller ein-/auskuppeln · auf Rückwärtsfahrt umsteuern · Drehzahluntersetzung

  7. Seemannschaft I · Frage 58Welche Maßnahmen sind vor dem Anlassen eines eingebauten Motors zu treffen?

    1. Hauptstromschalter einschalten,
    2. Kraftstoff- und Kühlwasserventile öffnen,
    3. Getriebe auf "neutral" stellen.

    Merksatz: Hauptstromschalter ein · Kraftstoff- und Kühlwasserventile öffnen · Getriebe auf "neutral"

  8. Seemannschaft I · Frage 59Was sollte nach dem Anlassen der Maschine kontrolliert werden?

    1. Kühlwasserdurchlauf,
    2. Öldruck und Ladung,
    3. Motorengeräusche und
    4. Auspuffgase.

    Merksatz: Kühlwasserdurchlauf · Öldruck und Ladung · Motorengeräusche · Auspuffgase

  9. Seemannschaft I · Frage 60Was können erste Störungsanzeichen im Motorbetrieb sein?

    Ungewöhnliche und fremde Motorengeräusche, Vibrationen, Verfärbung der Abgase, Aufleuchten der Ladekontrolle bzw. Öldruckkontrolle und die entsprechenden akustischen Warnungen.

    Merksatz: Ungewöhnliche/fremde Motorengeräusche · Vibrationen · Verfärbung der Abgase · Aufleuchten Ladekontrolle bzw. Öldruckkontrolle · entsprechende akustische Warnungen

  10. Seemannschaft I · Frage 61Wie können Sie einen Dieselmotor abstellen, wenn die vorgesehene Abstellvorrichtung defekt ist?

    1. Kraftstoffzufuhr unterbrechen.
    2. Verschließen des Luftansaugrohres/der Luftansaugrohre.

    Merksatz: Kraftstoffzufuhr unterbrechen · Luftansaugrohr(e) verschließen

  11. Seemannschaft I · Frage 62Der Dieselmotor Ihres Bootes startet nicht. Welche Fehler, die Sie selber überprüfen können, könnten die Ursache sein?

    1. Anlasserdrehzahl zu gering (Batterie zu schwach),
    2. kein Kraftstoff im Tank,
    3. Luft in der Kraftstoffleitung,
    4. falsche Bedienung der Kaltstarthilfe (eventuell Vorglühen zu kurz),
    5. Anlasser defekt.

    Merksatz: Anlasserdrehzahl zu gering (Batterie zu schwach) · kein Kraftstoff im Tank · Luft in Kraftstoffleitung · Kaltstarthilfe falsch bedient (Vorglühen zu kurz) · Anlasser defekt

  12. Seemannschaft I · Frage 63Der Motor Ihres Bootes bleibt beim Einkuppeln stehen. Nennen Sie mögliche Ursachen.

    1. Propellerwelle durch Tauwerk o. Ä. blockiert,
    2. Schwerlauf des Getriebes wegen defekter Zahnräder, Lagerschaden, dicken Öls oder
    3. verbogene Propellerwelle.

    Merksatz: Propellerwelle durch Tauwerk o. Ä. blockiert · Schwerlauf des Getriebes (defekte Zahnräder, Lagerschaden, dickes Öl) · verbogene Propellerwelle

  13. Seemannschaft I · Frage 64Während Sie unter Maschine laufen, steigt plötzlich die Kühlwassertemperatur stark an. Ihre Yacht ist mit einem Saildrive-Antrieb ausgestattet. 1. Welche typische Ursache hat der Temperaturanstieg, wenn eine technische Störung unwahrscheinlich ist? 2. Wie können Sie die Störung einfach beheben?

    1. Fremdkörper (Folienstücke, Plastiktüten, Pflanzenteile o. Ä.) haben den Kühlwassereinlass verstopft.
    2. Mehrmals abwechselnd vor- und zurückfahren, sodass sich die Fremdkörper vom Kühlwassereinlass lösen.

    Merksatz: 1. Fremdkörper (Folienstücke, Plastiktüten, Pflanzenteile o. Ä.) verstopfen Kühlwassereinlass · 2. mehrmals abwechselnd vor- und zurückfahren → Fremdkörper lösen sich vom Kühlwassereinlass

  14. Seemannschaft I · Frage 65Welche Propeller werden auf Yachten mit Einbaumotor eingesetzt?

    Festflügelpropeller, Faltpropeller, Drehflügelpropeller und Verstellpropeller.

    Merksatz: Festflügel- · Falt- · Drehflügel- · Verstellpropeller

  15. Seemannschaft I · Frage 66Was müssen Sie beim Aufstoppen unter Maschine mit einem Faltpropeller beachten?

    Der Propeller entfaltet sich eventuell erst bei relativ hoher Drehzahl und der Wirkungsgrad ist geringer als beim Festflügelpropeller.

    Merksatz: Faltpropeller entfaltet sich evtl. erst bei relativ hoher Drehzahl · Wirkungsgrad geringer als Festflügelpropeller

  16. Seemannschaft I · Frage 67Mit welchen 4 Angaben werden Propeller auf Yachten beschrieben?

    Anzahl der Flügel, Größe ihrer Fläche, Durchmesser und Steigung.

    Merksatz: Flügelanzahl · Flügelfläche (Größe) · Durchmesser · Steigung

  17. Seemannschaft I · Frage 69Wozu dient ein Wasserabscheider in der Kraftstoffleitung?

    In ihm sammelt sich das Kondenswasser aus dem Tank; dadurch werden Startschwierigkeiten vermieden.

    Merksatz: Sammelt Kondenswasser aus dem Tank → vermeidet Startschwierigkeiten.

  18. Seemannschaft I · Frage 70Warum sollten Sie bei seltener Motorbenutzung den eingebauten Tank eines Dieselmotors möglichst voll getankt halten?

    Um Kondenswasserbildung zu verringern, was zu Startschwierigkeiten führen kann.

    Merksatz: Voller Tank verringert Kondenswasserbildung → sonst Startschwierigkeiten.

  19. Seemannschaft I · Frage 71Welche Motor-Ersatzteile bzw. Schmierstoffe sollten Sie mindestens an Bord haben?

    1. Impeller für die Wasserpumpe,
    2. Reservekeilriemen,
    3. Motorenöl,
    4. Dichtungsmaterial.

    Merksatz: Impeller für die Wasserpumpe · Reservekeilriemen · Motorenöl · Dichtungsmaterial

  20. Seemannschaft I · Frage 721. Was bedeutet die Angabe einer Batteriekapazität "2 x 60 Ah"? (Begründung!) 2. Welche Nettokapazität steht in dem Fall zur Verfügung? (Begründung!)

    1. Es handelt sich um 2 Batterien (Akkus) mit jeweils 60 Amperestunden, insgesamt also 120 Ah Nennkapazität.
    2. Dem entspricht eine Nettokapazität von etwa 72 Ah, da ein Akku kaum über 80 % seiner Nennkapazität geladen werden kann.

    Merksatz: 1. 2 Batterien (Akkus) je 60 Amperestunden = insgesamt 120 Ah Nennkapazität · 2. Nettokapazität etwa 72 Ah, da Akku kaum über 80 % seiner Nennkapazität geladen werden kann

  21. Seemannschaft I · Frage 81Ein funktionsfähiges elektrisches Gerät arbeitet an Bord nicht. Nennen Sie häufige Ursachen und was kann zur Behebung getan werden?

    1. Schlechte Kontakte und Korrosion.
    2. Kontakte fest anziehen, korrodierte Stellen mit feinstem Schleifpapier säubern, Kontaktspray verwenden.

    Merksatz: Ursache: schlechte Kontakte, Korrosion · Behebung: Kontakte fest anziehen · korrodierte Stellen mit feinstem Schleifpapier säubern · Kontaktspray verwenden

  22. Seemannschaft I · Frage 97Welchen Nachteil hat ein "Saildrive-Antrieb" insbesondere bei Hafenmanövern?

    Durch den großen Abstand zwischen Propeller und Ruder wird dieses nicht direkt angeströmt. Das kann die Manövrierfähigkeit beim Anfahren etwas verschlechtern.

    Merksatz: Großer Abstand Propeller–Ruder → Ruder nicht direkt angeströmt → Manövrierfähigkeit beim Anfahren etwas verschlechtert

  23. Seemannschaft I · Frage 98Was ist ein Bugstrahlruder und wozu dient es?

    Eine im Bug einer Yacht befindliche Röhre mit einem Propeller, mit dem ein Querschub und damit ein Drehen des Buges bei geringen Vorausgeschwindigkeiten erreicht werden kann.

    Merksatz: Röhre im Bug einer Yacht mit Propeller · erzeugt Querschub → Drehen des Buges · bei geringen Vorausgeschwindigkeiten

  24. Seemannschaft I · Frage 120Welche Feuerlöscheinrichtungen sollten an Bord vorhanden sein?

    1. Feuerlöscher (ABC-Pulverlöscher und eventuell CO22-Löscher),
    2. Pütz zum Löschen von Bränden fester Stoffe,
    3. Feuerlöschdecke,
    4. Löschdurchlass für geschlossene Motorräume, der das Löschen von Bränden mit CO2-Löschern ohne Sauerstoffzutritt ermöglicht.

    Merksatz: Feuerlöscher (ABC-Pulver, evtl. CO2) · Pütz für Brände fester Stoffe · Feuerlöschdecke · Löschdurchlass für geschlossene Motorräume (CO2-Löschen ohne Sauerstoffzutritt)

  25. Seemannschaft I · Frage 121Welche Feuerlöscharten sind für Sportboote geeignet? Wie und wo sind sie an Bord unterzubringen?

    1. Der ABC-Pulverlöscher, für geschlossene Motorräume der CO2-Löscher,
    2. Der Feuerlöscher muss gebrauchsfertig und leicht erreichbar sein, CO2-Löscher nicht im Schiffsinneren unterbringen (Erstickungsgefahr bei Leckage).
    3. Er soll in der Nähe der Maschinenräume, der Kombüse bzw. der Koch- oder Heizstelle montiert sein.

    Merksatz: ABC-Pulverlöscher, für geschlossene Motorräume CO2-Löscher · gebrauchsfertig + leicht erreichbar · CO2 nicht im Schiffsinneren (Erstickungsgefahr bei Leckage) · montiert nahe Maschinenräume, Kombüse bzw. Koch-/Heizstelle

  26. Seemannschaft I · Frage 124Was ist vor Reisebeginn beim Seeklarmachen zu überprüfen und zu beachten? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.

    1. Seetüchtigkeit der Yacht,
    2. Zahl und Zustand der Segel,
    3. Treibstoffvorrat,
    4. Navigationsunterlagen,
    5. Sicherheitseinweisung der Besatzung,
    6. Rettungsmittel,
    7. Seenotsignale,
    8. Trinkwasser- und Proviantvorräte,
    9. Funktionsfähigkeit des Motors,
    10. Funktionsfähigkeit der elektronischen Navigationsgeräte,
    11. Lenzeinrichtungen,
    12. Feuerlöscher,
    13. Boots- und Personalpapiere,
    14. Betriebsfähigkeit der UKW-Seefunkanlage.

    Merksatz: Seetüchtigkeit Yacht · Segel (Zahl, Zustand) · Treibstoffvorrat · Navigationsunterlagen · Sicherheitseinweisung Besatzung · Rettungsmittel · Seenotsignale · Trinkwasser- und Proviantvorräte · Funktionsfähigkeit Motor · Funktionsfähigkeit elektronische Navigationsgeräte · Lenzeinrichtungen · Feuerlöscher · Boots- und Personalpapiere · Betriebsfähigkeit UKW-Seefunkanlage

  27. Seemannschaft I · Frage 125Was gehört zur Sicherheitseinweisung der gesamten Besatzung vor Reisebeginn? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.

    1. Einweisung in Gebrauch und Bedienung
    2. der Rettungswesten und Sicherheitsgurte,
    3. des Rettungsfloßes,
    4. der Signalmittel,
    5. der Lenzpumpen,
    6. der Seeventile und des Bord-WC,
    7. der Kocheinrichtung,
    8. der Feuerlöscher,
    9. der Motoranlage,
    10. der Elektroanlage,
    11. des Rundfunkgerätes und der UKW-Seefunkanlage,
    12. Verhalten bei "Mensch-über-Bord",
    13. Erkennen und Verhalten bei Seekrankheit.

    Merksatz: Einweisung in Gebrauch und Bedienung: Rettungswesten + Sicherheitsgurte · Rettungsfloß · Signalmittel · Lenzpumpen · Seeventile + Bord-WC · Kocheinrichtung · Feuerlöscher · Motoranlage · Elektroanlage · Rundfunkgerät + UKW-Seefunkanlage · Verhalten bei Mensch-über-Bord · Seekrankheit erkennen + Verhalten

  28. Seemannschaft I · Frage 126In welche technischen Einrichtungen/Ausrüstungen muss der Schiffsführer die Besatzung vor Reiseantritt unbedingt einweisen? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.

    1. Ankergeschirr,
    2. Lenzeinrichtung,
    3. Feuerlöscheinrichtungen,
    4. Motoranlage,
    5. Seeventile,
    6. UKW-Seefunkanlage,
    7. MOB-Taste von satellitengestützten Navigationsgerät (z. B. GPS),
    8. Seenotsignalmittel,
    9. Notrudereinrichtung.

    Merksatz: Ankergeschirr · Lenzeinrichtung · Feuerlöscheinrichtungen · Motoranlage · Seeventile · UKW-Seefunkanlage · MOB-Taste am satellitengestützten Navigationsgerät (z. B. GPS) · Seenotsignalmittel · Notrudereinrichtung

  29. Seemannschaft I · Frage 127Welche Sicherheitsmaßnahmen sind vor jedem Auslaufen durchzuführen? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.

    1. Wetterbericht einholen,
    2. Kontrolle der Sicherheitseinrichtung,
    3. Kontrolle von Motor und Schaltung,
    4. Kontrolle der nautischen Geräte,
    5. Kontrolle der Bilge,
    6. Überprüfen des Wasser- und Kraftstoffvorrats,
    7. Kontrolle der Schall- und Lichtsignaleinrichtung,
    8. Kontrolle der Navigationslichter,
    9. Bereitlegen der aktuellen Seekarten und nautischen Veröffentlichungen.

    Merksatz: Wetterbericht einholen · Kontrolle: Sicherheitseinrichtung · Motor und Schaltung · nautische Geräte · Bilge · Wasser- und Kraftstoffvorrat überprüfen · Kontrolle: Schall- und Lichtsignaleinrichtung · Navigationslichter · aktuelle Seekarten und nautische Veröffentlichungen bereitlegen

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